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LANGUAGE FARM Aktivurlaub in Deutschland mit englischen Muttersprachlern ermöglicht Kindern und Jugendlichen den Spracherwerb auf spielerische Weise

Sprachferien, das bedeutet für viele Kids und Teenager stundenlanges die Schulbank Drücken und Büffeln, nur eben im fremdsprachigen Ausland. Dass das nicht sein muss und sich Sprachkenntnisse auf deutlich angenehmere Art genauso effektiv erwerben lassen, zeigt das Konzept der Language Farm: Hier werden keine Sprachkurse im traditionellen Sinn angeboten, stattdessen sind alle Aktivitäten des Campalltags wie Kanutouren, Reiten oder Sportspiele in das Sprachprogramm integriert. Die Kinder werden von Betreuern aus unterschiedlichen englischsprachigen Nationen angeleitet und dabei gleichzeitig in die Kultur ihres Herkunftslandes eingeführt. Zudem werden die Teilnehmer dazu ermutigt, sowohl mit den Betreuern, als auch untereinander ausschließlich auf Englisch zu kommunizieren. Das Camp findet auf einem Bauernhof nahe Kahla in Thüringen oder mit Kanus entlang der Saale statt, je nach Interesse können auch spezielle Kunst-, Musik- oder Sportcamps gewählt werden. Zusätzlich gibt es Kurse für Schulklassen, Familien und Erwachsene.

Viele Kinder haben in der Schule mit dem Fremdsprachenunterricht Probleme und tun sich deshalb beim Verstehen und Sprechen schwer. Wir nutzen Methoden zum alternativen Spracherwerb in Kombination mit Erlebnispädagogik, damit unsere Teilnehmer in die fremde Kultur eintauchen und die Sprache jenseits von Büchern, direkt im sozialen Kontext erlernen können.“ Das Konzept geht auf: Teilnehmerbefragungen haben ergeben, dass sich nach dem Campbesuch die Noten im Englischunterricht deutlich verbessern und besonders auch das Selbstvertrauen im Umgang mit Fremdsprachen steigt.

Campalltag auf Englisch

Konkret heißt das: Sämtliche Aktivitäten des Campalltags wie Spiele, Gesang, Sport, Projekte, Kanutouren, Reiten, Kletteraktionen, Wander- und Biwaktouren, aber auch Arbeiten des täglichen Lebens wie die Mitarbeit auf dem Bauernhof, Putzen, Kochen, Feuerholz sammeln und so weiter, sind in das Sprachprogramm integriert. Die Betreuer, junge Muttersprachler, die in Deutschland leben, sprechen ausschließlich in der Campsprache Englisch mit den Teilnehmern. So sind alle Sinne im Lernprozess im Einsatz und es fällt den Kindern leichter, sich die Sprache anzueignen. Nur in Ausnahmefällen, bei wichtigen Mitteilungen zur Sicherheit oder bei persönlichen Problemen, sprechen die Campleiter mit den Kindern in deren Muttersprache. Außerdem werden die Teilnehmer mit kleinen Tricks motiviert, auch untereinander Englisch zu sprechen.

Um das zu unterstützen, gibt es für jeden Tag von acht Uhr morgens bis zehn Uhr abends ein ausgefülltes Programm mit vielen Aktivitäten und Möglichkeiten zur Kommunikation. Wir simulieren damit einen Auslandsaufenthalt. Eine Sprache lernt man schließlich am schnellsten, wenn man in die Kultur eintaucht. Unsere Kurse sind durch die intensive Kleingruppenarbeit eine gute Alternative zu teuren Sprachreisen in englischsprachige Länder. Durch den Tagesplan wird ein Rahmen geschaffen, den die Betreuer entsprechend ihrer Herkunftskultur und ihrer individuellen Fähigkeiten mit Inhalten ausfüllen. Sie bringen dabei natürlich auch ihre persönlichen Vorlieben mit ein. Eine Betreuerin aus Indien wird mit den Kindern vielleicht ihr Lieblingsgericht aus der Heimat kochen, ein Brite mit den Kindern Rugby spielen. Ein weiterer Betreuer, der aus Neuseeland stammt, bastelt mit den Kindern beispielsweise Poi, ein anderer aus Malta baut mit ihnen Modellboote. Außerdem werden Theaterstücke aufgeführt, die sich mit der Landeskultur auseinandersetzen und so bewirken, dass sich die Kids mit ihr auch identifizieren. Darüber hinaus findet dabei auch eine Beschäftigung mit den ursprünglichen Kulturen vieler englischsprachiger Länder, wie Aborigines, Maori oder Native Americans statt. So bauen die Kinder beispielsweise Schwitzhütten, machen eine Krafttierreise oder bemalen Tipis. Lernen durch Motivation funktioniert bei der Language Farm natürlich und fast automatisch und ist gelebte Realität.

Hemmungen abbauen ohne Zwang

Um das Erleben und Lernen so intensiv wie möglich zu gestalten, kommen auf einen Betreuer lediglich vier bis fünf Kinder und ein Camp umfasst insgesamt maximal 15 bis 30 Teilnehmer. Der Schwerpunkt liegt auf qualitativen Gesichtspunkten,  weshalb die Kinder und Jugendlichen in Altersgruppen sowie nach dem Sprachniveau in die Kategorien Anfänger, Aufbau und Fortgeschrittene eingeteilt werden.

Viele Kinder werden von ihren Eltern zu uns geschickt, weil sie schlecht in Englisch sind. Im Camp sind sie anfangs meist sehr angespannt und lustlos. Durch die lockere Atmosphäre verlieren sie mit der Zeit aber ihre Scheu davor, Englisch zu sprechen und gehen in den verschiedenen Tagesaktivitäten auf. Bei solchen Kindern, die immerhin etwa 30 bis 40 Prozent der Teilnehmer ausmachen, korrigieren die Betreuer das gesprochene Englisch auch nicht sofort, sondern warten, bis sie sich in der Sprache wohlfühlen und so frei wie möglich reden. Erst dann werden die Formulierungen möglichst sanft korrigiert. Die Kinder und Jugendlichen sollen begreifen, dass Englisch nicht nur ein Fach ist, sondern man damit auch etwas konkretes anfangen kann, indem man sich mit anderen Menschen austauscht. Da die Betreuer und die Teilnehmer vom Alter her nicht so weit auseinander sind, gibt es schnell Anknüpfungspunkte. Themen sind zum Beispiel Musik, Sport und andere Dinge, die junge Menschen bewegen, etwa Schule und Familie. Ein Zwang zum Englisch Sprechen besteht nicht, allerdings eine gewisse Notwendigkeit, um miteinander zu kommunizieren. „ber gerade bei den Jüngsten oder wenn es um wichtige soziale Dinge geht, wird ab und an auch auf Deutsch zurückgegriffen.

Handys nicht erlaubt

Um die Konzentration und den sozialen Lernprozess der Teilnehmer zu unterstützen, ist es ihnen dagegen nicht erlaubt, Mobiltelefone, Gameboys sowie deutsche Musik, Zeitschriften oder Bücher mitzubringen. Möglichkeiten für Anrufe sind im „Notfall“ vorhanden: Die Eltern können über das Festnetztelefon im Bauernhof Kontakt mit ihren Sprösslingen aufnehmen und umgekehrt.

Die Language Farm bietet 7-, 8- und 14-tägige Kurse an. Seit kurzem gibt es auch Kurse mit Sportschwerpunkt, die sich hauptsächlich mit Sportarten aus englischsprachigen Ländern befassen, und Outdoorcamps sowie eigene Kunst- und Musikcamps, wo sich die Kinder noch einmal spezieller mit diesen Bereichen auseinandersetzen. Dort schreiben sie zum Beispiel eigene Songs, führen Musicals auf, lernen Trommeln und Didgeridoo spielen. Im Sommer wird in Tipis gewohnt, am Feuer gekocht, viel Zeit im Wald verbracht und im Fluss geschwommen. Wir machen auch Kurse für Familien, beispielsweise Vater-Sohn-Kanutouren.

Surf-Tipp: Englisch Sprach- und Sportcamps in Deutschland

 

Bilder: Copyright languagefarm

Gastartikel von Yvie Ratzmann (languagefarm.net)