Warum Englisch lernen?

Englisch ist   zu Beginn des 21. Jahrhunderts  die am häufigsten benutzte Sprache der Welt. Zwar haben Mandarin (Chinesisch) mit 845 Mio. und Spanisch mit 329 Mio.  mehr Muttersprachler  als Englisch (328 Mio.), doch insbesondere die Zahl der Personen, die Englisch als 2. Sprache ( 375 Mio.) und vor allem als  lingua franca (= 3. Sprache, die 2 Sprecher mit unterschiedlichen Muttersprachen für die Kommunikation benutzen benutzen) (750 Mio.) sorgen dafür, dass Englisch  derzeit unangefochten als Weltsprache Nr. 1 gilt. Man nimmt an, dass die Zahl derer, die Englisch als Fremdsprache sprechen größer ist als die Zahl derer, die Englisch als Muttersprache sprechen. (Quelle: www.britishcouncil.org)

Sprache
Anzahl der Personen, die die Sprache als
Muttersprache sprechen in Mio.
Mandarin (Chinesisch) 845
Spanisch 329
Englisch 328
Arabische Sprachen 221
Hindi 182
Bengali 181
Portugiesisch 178
Russisch 144
Japanisch 122
Deutsch 90
Fremdsprachen

Quelle: wikipedia.org/languages  Bild: fotolia.de

Da es sehr schwierig ist, zu entscheiden ab welchem Niveau man einen Sprecher als kompetent genug betrachtet, um ihn als jemanden zu zählen, der eine bestimmte Fremdsprache beherrscht, wollen wir hier auf diese Diskussion und weitere Details zu verzichten. Es soll lediglich noch erwähnt werden, dass Schätzungen davon ausgehen, dass bis zu 1,8 Mrd. Menschen die englische Sprache – in unterschiedlichen Fertigkeiten – sprechen.  Andere Schätzungen sprechen von einem Viertel der Menschen, die Englisch   zu einem gewissen Grad sprechen, mit einem zunehmenden Interesse bei den restlichen ¾ der Weltbevölkerung. So kommen z. B. pro Jahr etwa 700,000 Menschen alleine nach Großbritannien, um Englisch zu lernen  (Quelle: www.britishcouncil.org)

Wie wir täglich über die Medien erfahren, ist Englisch heute die offizielle oder zumindest universelle und prägende  Sprache in vielen Bereichen, z. B. :

  • im Flugverkehr
  • in der internationalen Seefahrt
  • in der Wissenschaft und der Technologie
  • in der Diplomatie, im internationalen Geschäftsleben
  • in der Unterhaltungsindustrie
  • im Computerbereich,
  • im Radio und
  • im Fernsehen /TV (=televison).

Viele Begriffe gehen schon seit langem als englische Begriffe in die verschiedenen Muttersprachen ein, ohne dort übersetzt zu werden (Bsp. Computer, Laptop, Keyboard, Internet). Englisch wird also mehr und mehr zu  einer Sprache, deren Benutzung sich kaum jemand entziehen kann. Daher sehen in zunehmendem Maßen viele Menschen, deren Muttersprache nicht Englisch ist, die Notwendigkeit, Englisch zu lernen, um in der globalisierten Welt “mitmachen”  zu können.

Die wirtschaftliche und  Bedeutung der englischsprachigen Ländern (insbesondere der USA und der Länder des Commonwealth of Nations) haben vor allem in den vergangenen Jahrzehnten dazu beigetragen, dass  Englisch diese besondere Rolle in der Welt erlangen konnte.

Für das Erlernen von Fremdsprachen in den anglophonen Ländern, also den Ländern mit Englisch als Muttersprache, hat diese Entwicklung unterschiedliche Konsequenzen gehabt:
wenn die Einwohner dieser Länder in andere Länder reisten, sei es aus geschäftlichen Gründen oder zum Urlaub, konnten sie sich meist darauf verlassen, dass sie auch im nicht-englischsprachigen Ausland in ihrer Muttersprache (Englisch) kommunizieren konnten. Die Geschäftspartner hatten sich ebenso wie die Tourismusindustrie darauf eingestellt, dass Englisch in diesem Falle zur Kommunikation benutzt würde. Die englischen Muttersprachler sahen also kaum eine Notwendigkeit, aus praktischen Gründen eine Fremdsprache zu erlernen. Die Erziehungssysteme der Länder sehen das bis heute ähnlich und weisen den Fremdsprachen eine eher stiefmütterliche Rolle im Schulsystem zu. Die Pflicht, eine Fremdsprache wie in Deutschland, über mehrere Jahre zu erlernen, gibt es kaum.

Dass aber das Fremdsprachenlernen neben dem reinen Spracherwerb noch weitere für die Bildung und die Erziehung wichtige Ziele hat, wurde in der Vergangenheit in diesen Ländern nur unzureichend gesehen. Ein Umdenken findet wohl aktuell in Großbritannien statt, wo man im Oktober 2013 eine Kampagne gestartet hat „Speak to the future”, mit der man die Briten motivieren möchte, zumindest ein Basiswissen in einer oder mehreren Fremdsprachen aufzubauen: Jeder Brite soll 1000 Wörter in einer anderen Sprache erlernen.

Darüber mehr in einem weiteren Blog.

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