Sprachreisen als Karrierebooster

Internationalisierung ist schon lange kein exklusives Merkmal großer Global Player: Welches Unternehmen denkt in Sachen Marketing und Absatzplanung, Ressourcenbeschaffung, Produktion und Forschung nicht auch in internationalen Dimensionen? Die Ursachen dafür sind klar: Wirtschaftsräume wachsen zusammen, Handelsgrenzen werden abgebaut und spätestens das Internet verbindet auch jedes kleine Start-Up in Berlin-Mitte mit Kunden und Kooperationspartnern in aller Welt. Mit den Veränderungen im Arbeitsalltag verändern sich auch die Anforderungen an Arbeitnehmer. Fremdsprachenkenntnisse sind heute keine bemerkenswerte Ausnahme mehr – sie sind die Regel und werden ebenso vorausgesetzt wie gesucht.

Die Welt wächst zusammen – Sprachbarrieren bleiben

Morgens ein Meeting mit den Kollegen vor Ort, mittags eine Telefonkonferenz mit Partnern und Entwicklern in Frankreich und Großbritannien, am Abend noch schnell ein Chat mit einem wichtigen Kunden in Südamerika – spätestens, wer auf der mittleren Ebene in der Führungshierarchie angekommen ist, gelangt regelmäßig in Kontakt mit Menschen unterschiedlichster Kulturen und Sprachen. Schon hier gilt: Wer Englisch nicht sicher in Wort und Schrift beherrscht, stößt im Arbeitsalltag schnell an seine Grenzen.

Aber nicht nur die Wirtschafts-Weltsprache Nummer eins gilt mittlerweile als Voraussetzung dafür, die Karriereleiter überhaupt zu erklimmen. Sollen neue und relativ unbekannte Märkte wie China, Brasilien oder Indien erschlossen werden, sind weitere Sprachkenntnisse nicht nur von Vorteil, sondern eine Notwendigkeit, um kulturelle Unterschiede zu überbrücken und Missverständnissen möglichst vorzubeugen. Denn sicher ist: Wer sich mit einer Sprache intensiv beschäftigt, lernt automatisch auch etwas über die Denkweise und Kultur der Menschen, die sie sprechen. „Mitarbeiter, die mehrere Sprachen beherrschen, sind daher nicht nur hilfreiche Übersetzer, sondern auch immer interkulturelle Vermittler – was je nach Land (z. B. Japan oder Indien) sogar wertvoller sein kann“, bestätigt auch der Geschäftsführer Gregor Lesnik von der Übersetzungsagentur Typetime aus Hamburg.

Sprachkompetenz ausbauen, Karriere beflügeln?

Die Frage ist also nicht, ob es sinnvoll ist, Sprachen im Zuge der Karriereplanung zu erlernen. Die Frage ist: Mit welcher Sprache soll es losgehen? Mehrsprachige Mitarbeiter gelten als überdurchschnittlich engagiert – schließlich leisten sie freiwillig mehr (sie lernen eine Sprache), um beruflich mehr leisten zu können. Fremdsprachen zu lernen verbessert aber nicht nur potenziell das Standing beim Vorgesetzten – neue Fähigkeiten eröffnen auch (fast) immer neue Einsatzbereiche und erweiterte Aufgabenfelder. Ob Führungsaufgabe im Ausland oder Verantwortung für einen wichtigen neuen Kunden – als Karrierebooster dienen gute Sprachkenntnisse in jedem Fall.

Neue Sprachen lernen funktioniert nebenbei – oder?

Vor der beruflichen (und finanziellen) Anerkennung liegt jedoch ein ganzes Stück Arbeit. Schließlich sind die wenigsten Menschen derart sprachbegabt, dass sie sich eine neue Sprache im Alleingang binnen weniger Wochen aneignen. Zum Sprachenlernen stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die mehr oder weniger individuell an die eigene Zeitplanung angepasst werden können. Als sehr flexibel gilt beispielsweise das Sprachenlernen per Internetkurs. Zwischen Arbeitsschluss und Fitnesskurs oder während der verlängerten Mittagspause lassen sich die Grundzüge einer neuen Sprache gut und relativ einfach erleben. Die neuen Kurse bieten anders als frühere Fernkurse Feedbackoptionen und die Möglichkeit, Formulierungen und Aussprache am Rechner kontrollieren und korrigieren zu lassen. Mit echten Gesprächen und natürlichem Redefluss haben diese Übungen allerdings recht wenig zu tun.
Schon sinnvoller sind daher Kurse, in denen auch Interaktion möglich ist, etwa in einer Sprachschule vor Ort oder in der Volkshochschule. Die Hemmschwelle, einen solchen Kurs zu besuchen, ist relativ gering – schließlich weisen die meisten Teilnehmer denselben Wissensstand auf. Nachteil dieser Lernform: Bei den Lehrenden handelt es sich nicht zwingend um Muttersprachler oder ausgebildete Pädagogen, der Kurs muss zu festen Zeiten besucht werden und die Klassen sind oftmals relativ groß.

Deutlich individueller, schneller und effizienter lassen sich Sprachen in einem Land erlernen, in dem sie auch gesprochen werden. Sprachreisen – wie sie zum Beispiel auf Linguport.de angeboten werden, sind daher besonders gut geeignet, um sich intensiv mit einer Sprache auseinanderzusetzen. Ein Aufenthalt vor Ort ist vor allem für diejenigen geeignet, die relativ schnell echte Lernerfolge erzielen und im eigenen Tempo lernen möchten. Schließlich hört das Lernen nach dem Unterricht nicht auf: In der Freizeit lassen sich die neu erworbenen Sprachkenntnisse umgehend testen, anwenden und festigen. So funktioniert nachhaltiges und ganzheitliches Lernen!

Keine Angst vor der Herausforderung!

Eine neue Sprache zu erlernen ist immer eine ganz besondere Herausforderung, die Energie, Zeit, Geld und manchmal auch Geduld kostet. Aber der Einsatz lohnt sich: Insbesondere wer in nachhaltiges Lernen investiert und seine Sprachkenntnisse im Ausland festigt und vertieft, verfügt über einen Wissensschatz, der im Beruf meistens relativ schnell erkannt und honoriert wird. Egal ob in Führungsverantwortung oder als Assistenz, ob in der Forschung und Entwicklung oder im Marketing – wer Menschen verbinden und sprachliche Barrieren überwinden kann, ist für sein Unternehmen von großem Wert und steigert damit nicht nur seinen eigenen Marktwert und damit auch die eigenen Karrierechancen, sondern erschließt sich nebenbei auch ganz neue interessante Aufgabenfelder.

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Gastartikel von Peter Schmidt vom Übersetzungsbüro TypeTime

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