Sprachbarrieren überwinden durch Sprachreisen

Sprachbarrieren treten auf, wenn es zu einem Kommunikationsproblem zwischen Gesprächspartnern kommt aufgrund mangelnder gemeinsamer Sprache. Dieses Kommunikationsproblem kann regional bedingt sein durch den Gebrauch unterschiedlicher Dialekte, oder aber auch durch Sprachunterschiede zwischen Generationen. In den meisten Fällen ist dieses Problem jedoch auf den Mangel von Fremdsprachenkenntnissen zurückzuführen.
Mit zunehmender Globalisierung steigt auch die Verbreitung von Sprachen. Besonders in der Wirtschaftswelt ist der Gebrauch einer Fremdsprache unumgänglich. So kommt es nicht selten vor, dass das Beherrschen einer anderen Sprache Voraussetzung für den Beruf ist. In Europa werden mehr als 60 Sprachen gesprochen. Da kann es schnell zu Sprachbarrieren kommen.
Die Europäische Kommission hat 2005 zur Förderung des Sprachenlernens das Ziel formuliert, dass sich jeder EU Bürger neben seiner Muttersprache in mindestens zwei weiteren Sprachen ausdrücken kann. Von diesem Ziel sind wir jedoch immer noch relativ weit entfernt. Obwohl der Anteil der Menschen, die eine oder zwei Fremdsprachen sprechen steigt, geben rund 44 Prozent der EU-Bürger an neben ihrer Muttersprache keine weitere Sprache zu sprechen. In Deutschland sind es immerhin zwei Drittel der Bevölkerung, die ihre Fremdsprachenkenntnisse in mindestens einer Sprache als gut einschätzen, wobei Englisch als am häufigsten genannte Sprache auffiel.
In Europa sprechen etwas mehr als die Hälfte aller Bürger Englisch, ob als Mutter- oder Fremdsprache. Dies ist für Viele ein Anreiz Englisch zu erlernen oder die in der Schule erlernten Fähigkeiten zu festigen. 35% der EU-Bürger geben an, dass sie eine Fremdsprache hauptsächlich für den Urlaub erlernen wollen. Jedoch nimmt die Zahl derjenigen, die es für berufliche Zwecke erlernen möchten, stark zu. In diesem Zusammenhang geben jährlich mehr Menschen an, dass sie sich vorstellen können im Ausland zu arbeiten und dafür Englisch lernen wollen.
Jüngere Menschen können Fremdsprachen schneller erlernen als ältere Menschen. Jedoch liegt das in den meisten Fällen daran, dass Kinder auf eine neue und unbekannte Sprache meist neugierig und völlig unbefangen reagieren. Mit steigendem Alter wächst auch die Angst, sich in einer unbekannten Sprache auszudrücken und dabei vielleicht Fehler zu machen. Daher sind viele Sprachschüler einfach nur zu schüchtern in der Fremdsprache. Ein Aufenthalt in einem Land, in dem die gewünschte Sprache gesprochen wird kann dabei Abhilfe schaffen. Wer täglich von der zu erlernenden Sprache umgeben und in vielen Situation gezwungen ist sie anzuwenden, überwindet die Sprachhemmung schnell und findet Spaß, sich in der fremden Sprache auszudrücken.
Sprachaufenthalte im Ausland werden aus diesem Grund weltweit immer beliebter. Obwohl Sprachkurse im eigenen Land eine gute Grundlage der Sprache vermitteln, werden jedoch hauptsächlich Grammatik und Vokabeln gelehrt. Sprachschüler im Ausland hingegen erlernen auch den Umgang mit der Sprache durch das gewählte Umfeld, in dem sie die Fremdsprache erlernen. Der Unterricht geht über das Klassenzimmer hinaus: im Supermarkt an der Kasse, im Restaurant oder in der Bar, bei Kulturprogrammen in der Umgebung, im Fernsehprogramm und der täglichen Zeitung, in der Gastfamilie. Die Fremdsprache ist allgegenwärtig und wird somit spielerisch gefestigt. Zudem erlernt man umgangssprachliche Redewendungen und versteht die regionalen Dialekte besser.

Diese Argumente überzeugen jährlich mehr und mehr Menschen davon, einen Sprachkurs im Ausland zu belegen. Laut des Fachverbands Deutscher Sprachreise-Veranstalter e.V. nehmen die Deutschen den Spitzenplatz in der Sprachkursindustrie ein. Mehr als ein Drittel aller Erwachsener lernen Englisch im Ausland. Dabei sind die Fernziele USA, Neuseeland und Australien besonders beliebt. Doch auch Großbritannien und Irland erleben einen Zuwachs deutscher Sprachschüler.

Solch ein Auslandsaufenthalt wird auch bei der Jobsuche als Pluspunkt gewertet. Wer sich einmal in einem fremden Land zurecht finden musste, und zudem noch mit Sprachbarrieren konfrontiert wurde, hat gelernt sich zurecht zu finden. Diese Erfahrungen machen Reisende nicht nur selbstständiger, sondern auch selbstsicherer. Man testet seine Grenzen aus und wächst meist über diese hinaus. Das wissen Chefs zu schätzen und man hat sich so neben den sprachlichen Kenntnissen leicht einen weiteren Vorteil verschafft.
Für die Jobsuche ist es zudem wichtig, dass man seine erlernten Fremdsprachenkenntnisse auch nachweisen kann. Dafür sind Sprachzertifikate unerlässlich. Ein guter Sprachkurs im Ausland endet daher immer mit einem Sprachzertifikat, so dass man das Erlernte auch als spätere Referenz nutzen kann. Ein Personalchef kann somit die Fremdsprachenkenntnisse objektiv bewerten und mit denen anderer Bewerber vergleichen. Zu den wichtigsten international anerkannten Sprachzertifikaten gehören das TOEFL (Test of English as a Foreign Language), IELTS (International English Language Testing System) und Cambridge Zertifikat. Diese gelten an vielen Universitäten als Voraussetzungen für die Zulassung zu Studiengängen, nicht nur im Aus- sondern auch im Inland.
Da es allein für Englisch als Fremdsprache über 40 verschiedene Sprachzertifikate und –diplome gibt, ist die Wahl des richtigen Sprachkurses im Ausland eine wichtige Entscheidung. Auf der sicheren Seite ist, wer mit renommierten Sprachreiseanbietern den Schritt ins Ausland wagt, bei denen die Schulen durch anerkannte Organisationen akkreditiert sind. Dies ist zum Beispiel bei Kaplan International positiv aufgefallen. Als einer der größten Anbieter von Sprachprogrammen im Ausland wird hier auf Qualität Wert gelegt und die firmeneigenen Schulen wurden von unabhängigen Organisationen des Heimatlandes geprüft. Somit ist ein Sprachaufenthalt im Ausland auf höchstem Niveau garantiert.
Egal, für welchen Anbieter oder Sprachkurs man sich entscheidet: Fazit ist, dass sich eine Sprachreise in jedem Fall lohnt. Man kann sowohl als Schüler, als frischer Abiturient, als auch als Erwachsener von den erlernten Fähigkeiten profitieren. Dabei spielt der Wunsch des Erlernens der Fremdsprache keine Rolle. Ob für den Urlaub oder den Job: Fremdsprachenkenntnisse sind gefragt wie nie zuvor!

Tipp: Welche Arten von Sprachreisen es gibt und was sich dahinter verbirgt erfahren Sie auf Linguport.de

Gastartikel von Julia Bischoff
Nach ihrem Studium in den Medienwissenschaften und Tourismus hat Julia Bischoff seit einigen Jahren in der Bildungsbranche Fuß gefasst. Seit 2011 führt sie in London ihr eigenes Marketing-Team für die europäischen Märkte von Kaplan International, Anbieter von Sprachreisen, High School Aufenthalten, Gap Year Programmen und Prüfungsvorbereitung im Ausland.

Ein Gedanke zu „Sprachbarrieren überwinden durch Sprachreisen

  1. Claudia

    Meiner Ansicht nach ist das Lernen einer Fremdsprache vor Ort die attraktivste und effektivste Möglichkeit, seine Sprachkompetenz zu erhöhen. Einerseits bietet der Spannung des Neuen, das Urlaubsgefühl und der Kontakt mit einer neuen Kultur einen großen Anreiz, die Sprache zu erlernen bzw. zu verbessern. So wird sie nicht nur trocken aus Schulbüchern gelernt, sondern auch im Alltag aktiv und situationsgerecht verwendet. Andererseits lernt man von der Umgebung, man ist quasi gezwungen, sich in der Fremdsprache zu verständigen. Außerdem erhält man durch den ständigen Kontakt mit der Sprache sehr viel Input, was wiederum zum Erlernen neuer Worte und Phrasen führt. Das Angebot an Sprachreisen ist groß, da ist sicher für jeden etwas passendes vorbei. Ich habe bis jetzt nur gute Erfahrungen mit dieser Art zu reisen gemacht, und meine Fremdsprachenkenntnisse auch merkbar verbessern können.

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